Reserve: 2:7
Julian Beckler erzielte die ersten beiden Treffer
Am ersten Spieltag der Saison 2009/10 startete die Mission: Aufstieg des TV Stetten äußerst holprig. Gegen einen spielerisch schwächeren, aber kämpferisch starken Gegner aus Hößlinswart gelang es dem TVS zu keiner Zeit eine klare spielerische Linie erkennen zu lassen.
Gerade zu Beginn der Partie verlor Stetten im Spielaufbau oftmals unnötig den Ball und stand in der Rückwärtsbewegung nicht sicher, sodass ein besserer Gegner daraus klare Torchancen sich hätte erspielen können. Die einzige Chance in der Anfangsphase vergab Stefan Sindel nach einem Eckstoß. In der 29. Minute fiel dann die 1:0-Führung, fast aus dem Nichts. Eine Flanke von Christian Rödig nahm Julian Beckler an und zog nach kurzer Drehung einfach ab, dank diesem Torinstinkt hätte man das weitere Spiel also gelassener angehen lassen können. Doch weit gefehlt, auch danach hatte man große Schwierigkeiten mit Platz und Gegner, die Angriffe endeten allesamt mit schwachen Pässen ins Leere.
Auch die 2.Hälfte zeigte kaum Besserung, Torspieler Mathias Brugger musste nun oft Angriffe der Gastgeber unterbinden und weite Bälle erlaufen. Nach 58 Minuten war es dann eine spiegelbildliche Szene wie beim Führungstreffer, die zum 2:0 führte. Rödigs Flanke konnte Beckler aus kurzer Distanz einköpfen. Nun wurde das Spiel auch ruppiger mit teilweise unsportlichen Auswüchsen seitens des KTSV. In diese Phase fiel auch die erste und einzige Torchance der Gastgeber, als Brugger gegen den freistehenden Angreifer des KTSV klären musste.
In der 80. Minute wurde dann Julian Beckler im Strafraum gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Christian Rödig sicher zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte dann wieder Christian Rödig, der nach gutem Solo und präziser Flanke von Andreas Schuster den Ball in den Winkel hämmerte.
Für die ambitionierten Stettener war diese Leistung deutlich zu wenig, es besteht sowohl spielerisch als auch taktisch noch großes Steigerungspotential. Allerdings hat der TVS auf dem holprigen Geläuf im Hößlinswarter Wald traditionell Probleme ein attraktives, dominantes Spiel zu zeigen. Das folgende Heimspiel gegen die SG Schorndorf wird wohl eine deutlichere Standortbestimmung bringen als diese müde Saisonpremiere.