Ziemlich enttäuscht trotteten die Spieler des TV Stetten nach dem torlosen Remis beim abstiegsgefährdeten SV Plüderhausen vom Platz. Mit einem Sieg hätte man den Vorsprung auf die unmittelbaren Verfolger auf 5 Punkte ausbauen können, doch es reichte nicht zu diesen drei wichtigen Punkten.
Das Spiel begann auch nicht sonderlich vielversprechend für die Gäste. Der TVS war um Spielkontrolle bemüht, die ersten Gelegenheiten hatte jedoch Plüderhausen, als deren Angreifer zweimal nach Befreiungsschlägen in aussichtsreicher Position zum Abschluss kamen. Erst nach 20 Minuten kam Stetten besser ins Spiel. Die größte von zahlreichen Torchancen vergab Stefan Schuster, als er alleine vor dem Plüderhausener Torwart knapp am Tor vorbei schoss. Der SVP war hinten anfällig, aber Stetten unterlief zu viele Fehler im Spielaufbau. Beco Toplica hatte noch per Freistoß die Chance den TVS in Front zu bringen, er scheiterte jedoch an der Latte. Das Spiel wurde gegen Ende der Halbzeit deutlich ruppiger. Plüderhausen zeigte Kampfgeist und sprichtwörtlichen Abstiegskampf, der schwache Schiedsrichter verpasste es in dieser Phase der überharten Spielweise der Gastgeber einen Riegel vorzuschieben.
Während die erste Halbzeit noch einigermaßen ansehnlichen Fußball für die Zuschauer bot, wurde es in der zweiten Halbzeit ein unterirdisches Spiel. Die Gäste verschliefen den Beginn und Matthias Brugger musste einen Freistoß des SV auf der Linie abwehren. In der 60. Minute ging es dann doch nochmal hin und her. Auf einen Distanzschuss von Stettens Marc Schetter folgte eine Riesenchance der Gastgeber. Im direkten Gegenzug wurde ein Schuss von Stefan Schuster erst zur Ecke abgewehrt, der selbe Spieler scheiterte dann Sekunden später per Kopf am Pfosten.
Dies war aber keinsfalls die Regel in diesem Spiel, zumeist verlor Stetten im Spiel nach vorne zu leicht den Ball und Plüderhausen zeigte als einziges spielerisches Mittel seine enormen Befreiungsschläge. Dennoch wurde es gerade am Ende der Partie bei diesen Gelegenheiten noch gefährlich im Stettener Strafraum. Die letzten Stettener Chancen verpassten dann Marc Schetter und Julian Beckler, sodass man mit einem 0:0 nach 90 Minuten leben musste.
Zwar ist die Ausgangsposition nach wie vor hervorragend, dennoch muss spielerisch und moralisch ein Ruck durch die Mannschaft gehen um die folgenden schwierigen Spiele gegen den SC Korb und Weinstadt erfolgreich zu bestreiten. Die Qualität der Spieler dürfte unbestritten sein, nun muss diese nur noch abgerufen werden.