unter diesem Motto trafen sich 21 Teilnehmer bei schönstem Spätsommerwetter am Sängerheim zur Führung mit Heribert Schuster. Bereits nach kurzer Wegstrecke im Kammerforst war die erste Station, ein Hochsitz bei einem bewohnten Dachs- und Fuchsbau, erreicht. Hier erfuhren wir viel Neues über die Lebensgewohnheiten, Nahrung und Gattungszugehörigkeit.
Auch die frühere Verwendung der Pelze als Rasierpinsel (Dachs) oder Bekleidungsstück konnte anhand der mitgebrachten Exemplare begriffen werden. Erfreulicherweise sind alle Füchse im Revier seit etlichen Jahren vollständig tollwutfrei. Dies führte aber auch zu einer raschen Zunahme der Population und muss mangels natürlicher Feinde durch verstärkte Bejagung reguliert werden.
Auch die Funktion der Salzlecke für das Rotwild war nicht jedem bekannt. Am nächsten Haltepunkt wurden an jungen Weißtannentrieben die möglichen Wildschäden durch Verbiss oder "Verfegen" vorgeführt. An den vielen neuen Buchen- schösslingen war aber auch zu sehen, dass die Naturverjüngung intakt ist , Wald und Wild im Gleichgewicht sind und so die in Baden-Württemberg geltende Regel erfüllt wird.
Beim nächsten Hochsitz wurden die mit Buchenteer bestrichenen "Malbäume" und kleine Futterstellen als Lockmittel für das Schwarzwild erklärt. Sie ermöglichen eine besonders waid- und tierschutzgerechte Bejagung, die sonst wegen der großen Wanderaktivität der Tiere deutlich schwerer wäre. Auf dem Weg zu der von der Jagdgemeinschaft angelegten Wildwiese lernten wir die zur Gattung der Eberesche gehörende, seltene Elsbeere kennen, die ein sehr wertvolles Furnierholz liefert.
Der Rückweg führte über den Eichensee und die "Linde des Jahrgangs 1937" zum Sängerheim zurück, wo zu einem zünftigen Vesper eingekehrt wurde. Mit einem kleinen "Konzert" auf seinen zahlreichen Lockpfeifen beendete Heribert Schuster seine überaus interessante Führung, die alle Teilnehmer begeisterte.
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